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Biergarten bei Braunschweig (50er Jahre)

Vielleicht sind auch Sie beim Stöbern auf dem Flohmarkt schon einmal auf alte Familienfotos gestoßen. Um sich sodann zu fragen, warum ein Stück privater Vergangenheit derjenigen, die auf diesen Aufnahmen zu sehen sind, nun auf einem Verkaufstisch landet, sofern die Fotografien nicht schon zuvor achtlos weggeworfen worden sind. Ob es keine Hinterbliebenen gab, die daran Interesse hatten. Niemanden, der die alten Bilder aufbewahren wollte.

Wehmut kommt auf. Erzählen doch jene Aufnahmen viele persönliche Geschichten, die uns einen Blick in die Vergangenheit unserer Großeltern, unserer Väter und Mütter, zugleich in unsere eigene Kindheit und Jugend erlauben. Eine Zeit, in der es keine Mobiltelefone mit eingebauter Kamera gab, in der man noch Filmspulen in Fotoapparate einlegen und diese dann im Fotoladen entwickeln lassen musste.

"Unsere alten Zeiten“ möchte diese unvergesslichen Erinnerungen in Bild und Wort bewahren, archivieren und auf diesen Seiten veröffentlichen – auch für die jüngere Generation. Und zwar von all denjenigen, die im Braunschweiger Land aufgewachsen sind, zwischen Gifhorn im Norden und Göttingen im Süden, zwischen der Hildesheimer Börde im Westen und der östlichen Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt bei Helmstedt, Wolfenbüttel oder an der Ost-West-Teilung im Harz (1945-1990).

Bitte werfen Sie alte Fotografien nicht unbedacht weg. Stöbern Sie ein wenig in Ihren Familienalben und lassen Sie die staunenden Betrachter an Ihren Erinnerungen teilhaben. Erzählen Sie uns Ihre eigene, selbst erlebte Geschichte zum Bild. Schildern Sie den Lesern ebenso gern die  Überlieferungen Ihrer Eltern und Großeltern. Davon, was Ihre Angehörigen in ihrer Jugend erlebt haben. Sei es in den zart aufblühenden 1920er Jahren, den politisch beängstigenden 30ern oder den ebenso unruhigen, entbehrungsreichen Kriegs- und Nachkriegszeit der 40er Jahre.

Für jene Kinder und Jugendlichen, die im Wirtschaftswunder der 1950er und 60er Jahre aufgewachsen sind, zählten vor dem Aufkommen des Fernsehens ein Spiele-Abend, ein Kinobesuch oder eine heiße Sohle im Tanzlokal  zu den Höhepunkten der Woche. Vielleicht war es aber auch der Wochenend-Ausflug auf dem Moped, später mit den Eltern in einem der unzähligen Kleinwagen jener Aufbruchjahre. Die über 40-Jährigen unter uns bekamen in jungen Jahren eine Tüte Brausepulver, ein Karamellbonbon oder ein paar Lackbilder fürs Poesiealbum noch einzeln im Laden an der Ecke. Zuweilen sogar bei den Eltern des Nachbarkindes, die sich mit einem kleinen Getränke- und Eisverkauf am Gartenzaun ein paar Mark dazu verdienten.

Wo sind Sie aufgewachsen und zur Schule gegangen? Hatten Sie strenge oder überwiegend nette Lehrer? Wie hießen Ihre Nachbarskinder und Spielkameraden? Erinnern Sie sich noch an den guten alten Brummkreisel oder an den Plumpsack, der rumging? An „Eins, zwei, drei, vier, Eckstein…“? Jeder wollte gut versteckt sein...

Als Smartphone und Internet noch ferne Zukunftsmusik waren, gehörte uns Kindern die Straße. Unsere Freizeit verbrachten wir draußen, im Sommer wie im Winter. So lange, bis die Wangen rot wurden oder unsere Väter und Mütter zum Abendbrot riefen. Noch in den 1970er Jahren spielten Mädchen gerne Gummitwist und wetteiferten um den schönsten Puppenwagen, während Jungs lieber vor dem Hausstein murmelten oder sich auf dem nahe gelegenen Bolzplatz austobten. Viel Bewegung an der frischen Luft gehörte für die allermeisten von uns dazu. Und in der Schule konnten wir beim Völkerball andere nach Herzenslust abwerfen, nachdem wir uns in der Pause mit einer Tüte Milch oder Kakao sowie Muttis Leberwurstbrot gut gestärkt hatten.

Der Besuch auf dem überfüllten Rummelplatz war ebenso unverzichtbar wie die Badeanstalt an warmen Sommertagen. Nicht wenige dürften im Schwimmbad erste zaghafte Blicke ausgetauscht haben. Tja, die anonyme Partnersuche via PC-Klick war noch nicht erfunden und so mussten sich die Teenager selbst in den 80ern und 90ern noch richtig anstrengen, um dem privaten Glück ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Hin und wieder waren in dieser Beziehung auch Diskotheken durchaus förderlich. Die guten Umgangsformen hingegen lehrte die obligatorische Tanzschule. Dies ist wohl bis heute so geblieben.

Vom Kinder- übers Jugendfahrrad bis hin zum Mofa: Nach früher meist schneereichen Wintern mit viel Spaß auf Gleitschuhen oder Holzschlitten, auf denen wir  jeden noch so kleinen Hügel im Viertel hinunter schlitterten, konnten wir den Frühling kaum erwarten. Bei den ersten warmen Sonnenstrahlen haben wir freudestrahlend unser Fahrrad gewienert, egal ob für die erste Tour zum Spielplatz oder den Weg zur Schule. Alsbald wurde auch das kleine Zelt hervorgekramt und im Garten aufgestellt.

Welches waren Ihre prägenden Erlebnisse als Teenager? Wie sah Ihr  Kinderfahrrad aus, und wie groß war später die Freude auf Ihr erstes Auto, das womöglich einen solch eigenartigen Namen wie Isetta, Leukoplastbomber, Kabinenroller, Goggomobil, Kleinschnittger, Fuldamobil, Janus, Prinz, Ente oder Käfer trug? Sind Sie mit dem Büssing Anderthalbdecker von Wolfenbüttel nach Braunschweig gefahren oder bis 1954 sogar noch mit der alten Straßenbahn Linie A? Haben Sie Fotos vom Besuch des Schützenfestes in Goslar oder von der Braunschweiger Masch? Wohnten Sie in einer neuen Siedlung in Salzgitter oder haben Sie in den dortigen Stahlwerken gearbeitet? Welche Abenteuer erlebten Sie als Kind und Heranwachsender in Gifhorn, Peine und Helmstedt oder bei Ihren Ausflügen in die Heide und den Harz? Haben Sie vielleicht nach der Schulzeit eine Lehre im Volkswagenwerk Wolfsburg begonnen oder leider mal in einer Klinik in Seesen gelegen? Waren Sie in Ihrer Jugend mit dem Moped auf Schloss Herzberg oder am Bernsteinsee, zu Besuch im Kaiserdom in Königslutter oder zum Eisessen in Schöningen? Vielleicht als Kind im Märchenwald Bad Sachsa, in der Harzburger Schwebebahn hinauf zum Burgberg, mit der Jugendmannschaft in Vechelde oder gar im alten VW Bulli zum Skifahren in Sankt Andreasberg oder Braunlage? Haben Sie in den 70er/80er Jahren die packenden Derbys in der Basketball-Bundesliga zwischen Göttingen und Wolfenbüttel live erlebt? Und sind Sie ggf. in Ihrer Jugend zum Zelten an der Okertalsperre, der Northeimer Seenplatte oder zum romantischen Bummel in Einbeck und Duderstadt gewesen, vielleicht ja auch im Mühlenmuseum Gifhorn oder Otterzentrum in Hankensbüttel?

Lassen Sie andere Menschen teilhaben an Erlebnissen aus Ihrer Kindheit und Jugend, die Sie in einer Stadt oder einem Dorf des Braunschweiger Landes verbracht haben. Egal, ob Sie heute noch immer in dieser Gegend wohnen oder vielleicht ganz woanders leben.

Schwelgen Sie in gemeinsamen Erinnerungen, blättern Sie in alten Alben oder kramen Sie in verstaubten Zigarrenkisten nach Fotos, die Sie hier gerne zeigen möchten. Und treffen Sie – wenn es der Zufall will – in diesem Forum sogar gute Freunde und alte Bekannte wieder. Vor allem aber: Bewahren Sie hier auf diesen Seiten ein kleines Stück Ihrer eigenen Lebensgeschichte auf - für sich selbst, für Ihre Kinder und Enkel.

 

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